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Die Überdeckung eines Raumes mit festem Mauerwerk stellte für die Baumeister der Antike ein bautechnisch sehr großes Problem dar. Um einen Raum aber vor Feuer, Diebstahl oder Feinden gut zu schützen, war der Bau von überwölbten Räumen unbedingt notwendig.
Aus dem 800 Jh. vor Christus stammen die ersten noch erhaltenen Kuppelbauten in Griechenland, ähnlich den „Trulli“ in Apulien.
Die römischen Baumeister entwickelten den Gewölbebau ganz entscheidend weiter: Ihre Thermalbäder, die Tempel und viele anderen Gebäude wurden mit weiten Gewölben überspannt. Meist wurden die Gewölbe und Bögen aus gebrannten Tonziegeln hergestellt, einige aber wurden bereits damals mit Gussmörtel gefertigt (was dem heutigen Beton entspricht) und auf Holzschalungen gegossen.
Heute ist das Gewölbe kein wichtiges statisches Bauelement mehr. Durch die technische Möglichkeit, ebene Massivdecken einzubauen, besteht keine Notwendigkeit mehr, eine so aufwändige Bautechnik einzusetzen.
In früheren Jahrhunderten allerdings war dies eher umgekehrt: Je bedeutender und wichtiger das Bauwerk war, desto mehr Gewölbe hat man eingebaut. Aus diesem Grund findet man in allen kunstgeschichtlich bedeutsamen Bauwerken ab dem 14. Jh. überwölbte Räume.
Seiner ästhetischen Schönheit wegen und aufgrund des angenehmen Raumgefühls werden neue Gewölbe noch immer gerne in Kellern oder Gängen eingebaut.
Für uns ist die Gewölbesanierung aber auch der Neubau von Gewölben stets die Krönung unserer Arbeit.
Die Berechnung der Gewölbeform, der Bogenlinien, der Stichkappen und Nischenbögen, die Wahl der Baustoffe oder die Lösung schwierigster Schalungsprobleme betrachten wir als eine außerordentliche Herausforderung an unser Können.
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